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admin

(Administrator)

Zitat von deswu:

öfters gefragt und unbefriedigend gedeutet wurde die Bedeutung der auf Bogenrändern vorhandenen überstehenden Zahnlöcher.Bei Kleinformaten meist nur eines, bei Großformaten oft zwei oder wechselnd 2/1 vorzufinden. Unter "Führungs-" oder "Leitzahnloch" bekannt konnte mir aber bisher niemand seine Aufgabe bei der Perforation beschreiben. Weiß es Juri oder in welcher Fachliteratur ist darüber etwas zu finden ?
gruss deswu


M.E. handelt es sich bei den sog. "Leitzahnlöchern" um eine Trennhilfe. Sie soll sicherstellen, dass die Marken korrekt, ohne Beschädigung aus dem Bogen herausgetrennt werden können.

Viele Grüße
04.03.09, 13:39:05

deswu

(Member)

Hallo Sammlerfreund admin,

für die Antwort zur Bogenrandperforation als "Trennhilfe" danke ich.

Wie erfolgte aber eine Bogenverarbeitung am Schalter?
1. den rechten Bogenrand in ganzer Länge scharf knicken und abreißen,
2. die rechte Bogenreihe ( Nr. 5 oder 10) scharf knicken, von unten nach oben die Marken entnehmen,
3. dann die nächste rechte Bogenreihe gleichartig entnehmen,
4. Die letzte verbliebene Reihe (Nr.1) durch scharfes Knicken des linken Bogenrandes und abtrennen von der letzten Reihe zur Verwendung vorbereiten.
Ober- und Unterränder wurden teilweise anhängend belassen.

Entsprechend dieser Verfahrensweise sind gest. senkrechte Markenstreifen häufiger als waagerechte, Marken mit anhängendem Seitenrand links oder rechts kaum zu finden.

Bei welchem Arbeitsgang wirkt die "Trennhilfe" ? und warum manchmal wechselnd 1 / 2 "Leitzahnlöcher" ?

gruss deswu

04.03.09, 20:46:01

deswu

(Member)

Hallo Sammlerfreund admin,

für die Antwort zur Bogenrandperforation als "Trennhilfe" danke ich.

Wie erfolgte aber eine Bogenverarbeitung am Schalter?
1. den rechten Bogenrand in ganzer Länge scharf knicken und abreißen,
2. die rechte Bogenreihe ( Nr. 5 oder 10) scharf knicken, von unten nach oben die Marken entnehmen,
3. dann die nächste rechte Bogenreihe gleichartig entnehmen,
4. Die letzte verbliebene Reihe (Nr.1) durch scharfes Knicken des linken Bogenrandes und abtrennen von der letzten Reihe zur Verwendung vorbereiten.
Ober- und Unterränder wurden teilweise anhängend belassen.

Entsprechend dieser Verfahrensweise sind gest. senkrechte Markenstreifen häufiger als waagerechte, Marken mit anhängendem Seitenrand links oder rechts kaum zu finden.

Bei welchem Arbeitsgang wirkt die "Trennhilfe" ? und warum manchmal wechselnd 1 / 2 "Leitzahnlöcher" ?

gruss deswu

04.03.09, 20:47:08

admin

(Administrator)

Vermutlich war das mit den "Leitzähnen" Tradition, die generell, wenn der Bogenrand nicht durchgezähnt ist, angewendet wird. Sie sind sicherlich mehr oder weniger sinnvoll, bei Blocks o.ä. mehr, bei Bögen, die ans Publikum abgegeben werden auch, bei Bögen die nur im Schalterdienst verwendet wurden, weniger.

Die vorgenannten Ausführungen bilden das ab, was den Postlern durch die Postordnung und sonstigen Anordnungen vorgegeben war. Insbesondere die Bogenränder sollten abgetrennt werden. Das erklärt die Seltenheit bedarfsverwendeter Marken, die nicht ans Publikum abegegeben wurden (Dienstmarken, ZKD), mit anhängendem Rand.

Der erste Bogenrand, der dran glauben musste, sollte also logischerweise der rechte sein, wie bereits beschrieben.
Nun ist es seltsamerweise so, das, ich beziehe mich hier aber vorwiegend auf die Dienstmarken, bedarfsgestempelte Stücke mit anhängendem rechten Rand noch am häufigsten vokommen. Alle anderen 3 Ränder, OR, UR, SR-li tauchen viel seltener auf. Absolut selten sind Bogenecken ... Aber bevor ich ganz vom Thema abkomme: Ich könnte mir vorstellen, dass die Postler, mit den Verordnungen im Nacken, eine Scheu hatten, die bedruckten Ränder an der Marke zu lassen, während der unbedruckte rechte Rand offensichtlich nicht so gefährlich schien ...

Viele Grüße
05.03.09, 11:06:59

deswu

(Member)

Hallo Sammlerfreunde,
vielleicht gibt es weiter Kenntnisse über das Leitzahn-/Führungszahnloch ?
Vielleicht diente es für die richtige (abstandsgemäße) Führung des Perforators von Arbeitstakt zu Arbeitstakt über die Papierbahn oder zur Vermeidung einer Papierwölbung beim Niedergang des Perforators ?

Dienstmarken:
"Das erklärt die Seltenheit bedarfsverwendeter Marken, die nicht ans Publikum abegegeben wurden (Dienstmarken, ZKD), mit anhängendem Rand."
Soweit ich mich erinnere, hatten Angestellte der Betriebe in den die Ausgangspost bearbeitenden Stellen zumindest Dienstmarken zum Frankieren der Ausgangspost. Ob dort die Vorschriften der Postordnung auch anzuwenden waren? Zumindest die Markenabrechnung zum "Schalterschluß" und demzufolge die postalische Bedeutung der Ränder als Abrechnungshilfe war nicht vorhanden. Wie die Übergabe/-nahme von Dienstmarken zwischen Post und Betrieben funktionierte klärt vielleicht die o.g. Seltenheit. (Es könnte ja sein, bedruckte Bogenränder entfernte die Post von den Bogen vor der Übergabe an Betriebe). Die Bedingungen und Umstände der einzelnen Markenabtrennung vom Bogen waren für Dienstmarken u.ä. vielleicht anders als für die zum öffentlichen Postverkehr und können nur unter Vorbehalt verglichen werden.
gruss deswu
05.03.09, 20:47:07

Jurek

(Senior Member)

Da mich das Thema auch interessiert, möchte ich dazwischen auch noch Frage stellen dürfen:
Zitat:
vielleicht gibt es weiter Kenntnisse über das Leitzahn-/Führungszahnloch ?
Vielleicht diente es für die richtige (abstandsgemäße) Führung des Perforators von Arbeitstakt zu Arbeitstakt über die Papierbahn oder zur Vermeidung einer Papierwölbung beim Niedergang des Perforators ?

Abgesehen von der für mich logischen Darlegung vom admin, würde mich interessieren, ob Sie, werter Herr @deswu wüssten, ob solche Löcher „Leitzahn-/Führungszahnloch“ schon gab, BEVOR mit der eigentlichen Zähnung begonnen wurde?
ERST DANN (so meine Meinung) würde das wohl Sinn ergeben.
Oder verstehe ich das falsch?

Zugegebenerweise habe ich keine besondere Ahnung von Briefmarkenherstellung, aber als ich an einer Perforationsmaschine gearbeitet habe (nicht am „Fiesband“, sondern so ungefähr, wie noch heute in Österreich die Briefmarken perforiert werden, galten da völlig andere „Justierungspunkte“ als welches schon vorgefertigtes „Leitzahn-/Führungszahnloch“.
Manchmal sieht man z.B. am Oberrand eines Briefmarkenbogens eine 2 oder 3 Loch Unterbrechung, zu dem „Durchgezähnten“ Oberrand. Manchmal (je nach Beschnitt) auch nur ein Loch oben. Aber das rührt von maschineller Kammzähnung und anschließender Beschneidung, dass da noch was „überbleibt“. = So verstehe ich das.
Wenn falsch, bitte korrigieren, damit ich das richtig erfasse – daher meine Darlegung hier.

Woher kommt also diese Bezeichnung: „Leitzahn-/Führungszahnloch“? Mir ist zwar das bekannt, aber so genau weiß ich es auch nicht. Im Lexikon der Philatelie fand ich das auch nicht.
Dieses Thema interessiert mich auch. zwinkern

HIER auf der Webseite wird mal „Leitzahnloch“ erwähnt.
HIER im BDPh-Forum hat mal Swen (der hier viel zu wenig schreibt!), was von Leitzahnlöchern geschrieben.
HIER oder auch HIER dasselbe noch einmal, werden die auf oberen Rand - die nicht durchgezählte Löcher - als „Leitzahnlöcher“ bezeichnet.
= das Ganze scheint eher so zu sein, dass das nur von einer automatischen Perforationsmaschine (also nicht händische Bedienung) in Laufrichtung der Produktion, die Längstzähnung so genant wird, nach der der Verlauf „geleitet“ wird oder so ungefähr… ?? = Vielleicht ein „beflügeltes Wort“, da eigentlich zur Papierführung noch zu Positionierung (auch vor allem bei Großmaschinen in Laufrichtung die Querperforierung) wäre das nicht nötig… (?)
In Fachliteratur habe ich aber noch nichts darüber gelesen, woher sich das im „Volksmund der Philatelisten“ so eingebürgert hat.
Würde mich auch auf Antworten dazu freuen.

Beste Sammlergrüße zwinkern
06.03.09, 06:08:25

deswu

(Member)

Leitzahn-/Führungszahnloch (FZL)

Ein Spezi für Markenausgaben mit überstehenden Zahnlöchern bin ich nicht, kann über die geschichtliche technische Entwicklung nichts beitragen, aber ohne Zähnung kann es sie wohl nicht gegeben haben, bei Linienzähnung nicht diskutabel, frühe DR wohl Kastenzähnung.

In der früheren Zeitschrift Leipziger Philatelistenvereine, "Lipsia-Rundschau" waren um 1980 Untersuchungsergebnisse zur "Aufbauserie" (Horst Niescher) veröffentlicht worden, in der die "Leitzahn-/Führungszahnlöcher" einbezogen waren. Daher kenne ich sie, ohne damals nach Sinn und Zweck gefragt zu haben. Aber spätere "Befragungen" in der Sammlerschaft ergaben nur die bekannten Vermutungen des "philatelistischen Volksmundes". Nun fiel mir ein, auch hier einmal danach zu fragen, denn der Name will doch etwa Spezielles bezeichnen, meine ich.

Bei dem von Jurek zitierten und von Lumpus 2000 abgebildeten Kleinbogen 2661-66 sieht man in der senkr. Zähnung an der waagerechten Mittelachse aller Marken einen geringen Zahnversatz, der auf Kreuzkammzähnung deutet, obwohl Mi. "K" schreibt. Hier würde ich die Randperforation dann nicht als "Führungszahnlochung" bezeichnen, wenn sie etwas "geführt" oder "geleitet" haben soll; die oben beschriebenen FZL befinden sich quer zur Perforationsrichtung. Der Kleinbogen lag lediglich am Rand oder Ende der Papierbahn oder des Bogens und hat das Ende eines Kreuzkamm-Schlages auf dem Rand.

Ich danke für jeden weiteren Beitrag,
gruss deswu
06.03.09, 10:49:57

JOGI

(Junior Member)

Hallo,
zum Thema Papierstruktur bzw. Wz.-Stellung.

Leider bisher keine Rückmeldung zu den gesuchten Marken (siehe Artikel weiter oben)! Liegt es am mangelnden Interesse oder daran, dass nichts gefunden wurde?

Dr. Tichatzky schreibt in seinem Buch „DDR-BM 1…1000“ auf S.26 „…berücksichtigt man die Papierstruktur und die damit zusammenhängenden Größenunterschiede, so kann man auch beim Wz. <<Kreutzblumen>> eine waagerechte und eine senkrechte Stellung unterscheiden, die abgekürzt als Wz. K X und Wz. K Y bezeichnet werden sollte …“

Damit ist nach meiner Meinung auch ein noch heute sinnvoller, weil katalogkonformer Vorschlag zur Nomenklatur gemacht! Die große Buchstaben X und Y. Kleine Buchstaben stehen dort allg. auch für Papierunterschiede. Sie sind aber bei den frühen DDR Ausgaben schon für gewöhnliches bzw. gestrichenes Papier in Verwendung.

Dr. Tichatzky listet in seinem Buch „DDR-BM 1…1000“ auf S.96 die damals bekannten Papier-Strukturen auf (Spalten 1 bis 3):
1 242 X, Y bei mir vorhanden -> X, Y
2/3 243/244 Y bei mir vorhanden -> Y
4 245 Y bei mir vorhanden -> X, Y
5 246 X, Y bei mir vorhanden -> X, Y
6 247 X bei mir vorhanden -> X, Y
7 248 X bei mir vorhanden -> X, Y
8 249 X, Y bei mir vorhanden -> X, Y
9 250 X, Y bei mir vorhanden -> X, Y
10 251 X, Y bei mir vorhanden -> X, Y
11 252 X, Y bei mir vorhanden -> X, Y
12 253 X, Y bei mir vorhanden -> X, Y
13a 254a Y bei mir vorhanden -> X, Y
13b 254b X, Y bei mir vorhanden -> X, Y
13c 254c X, Y bei mir vorhanden -> X, Y
14 255 Y bei mir vorhanden -> Y
15 256 X, Y bei mir vorhanden -> X, Y
16 257 Y bei mir vorhanden -> Y
17 258 X, Y bei mir vorhanden -> X, Y
18 259 Y bei mir vorhanden -> X, Y
19 260 Y bei mir vorhanden -> Y
20 261 X bei mir vorhanden -> X, Y
21 262 X bei mir vorhanden -> X, Y
22 263 Y bei mir vorhanden -> X, Y
23 264 Y bei mir vorhanden -> X, Y
24 265 X, Y bei mir vorhanden -> X, Y
25 266 (a) X, Y bei mir vorhanden -> X, Y
266 (b) X, Y bei mir vorhanden -> Y -> 266b X bei mir nicht vorhanden!
26 267 Y bei mir vorhanden -> Y
27 268 Y bei mir vorhanden -> Y
28 269 X, Y bei mir vorhanden -> X, Y
29 270 X bei mir vorhanden -> X, Y
Bl.1 Bl.7 Y bei mir vorhanden -> Y
32a 273c Y bei mir vorhanden -> Y
32b 273a X bei mir vorhanden -> X, Y
32c 273b Y bei mir vorhanden -> Y
33 274 X, Y bei mir vorhanden -> X, Y
34 275 X bei mir vorhanden -> X, Y
35/38 276/79 X, Y bei mir vorhanden -> X, Y
39 280 X, Y bei mir vorhanden -> X, Y
40 281 Y bei mir vorhanden -> Y
41/42 282/83 X bei mir vorhanden -> X, Y
43 284 X bei mir vorhanden -> X, Y
44 285 Y bei mir vorhanden -> X, Y
45 286 X bei mir vorhanden -> X, Y
46 287 X, Y bei mir vorhanden -> X, Y
47 288 Y bei mir vorhanden -> X, Y
48 289 X bei mir vorhanden -> X
49 290 X, Y bei mir vorhanden -> X, Y
50 291 X bei mir vorhanden -> X
51 292 X, Y bei mir vorhanden -> X, Y
52 293 X, Y bei mir vorhanden -> X -> 293 Y bei mir nicht vorhanden!
53 294 X, Y bei mir vorhanden -> X, Y
54 295 Y bei mir vorhanden -> Y
55 296 Y bei mir vorhanden -> X, Y
56 297 X bei mir vorhanden -> X, Y
57/58 298/99 X, Y bei mir vorhanden -> X, Y
59/60 300/01 X, Y bei mir vorhanden -> X, Y
61 302 Y bei mir vorhanden -> Y
62/63 303/04 Y bei mir vorhanden -> Y
64/65 305/06 Y bei mir vorhanden -> X, Y
66 307 X bei mir vorhanden -> X
70 311 Y bei mir vorhanden -> X, Y
71 312 X, Y bei mir vorhanden -> X, Y
72 313 Y bei mir vorhanden -> X, Y
73 314 X bei mir vorhanden -> X, Y.

Es liegen also nicht von allen Ausgaben mit Wz. 1 alle Papierstrukturen vor! Über die Verteilung wird keine Aussage getroffen.

Zackige Grüsse jogi
08.03.09, 16:35:31

Jurek

(Senior Member)

Hallo Jogi!

Etwas mehr Geduld braucht man hier im Forum, bei den wenigen Teilnehmern.
Ich tue gerade (aufgrund auch deiner Anregung hin – aber ich habe erst damit angefangen!), die „Pieck I“-Marken untersuchen, und das sind Hunderte (!), die ich habe, daher bitte ich dich (zuminderst meinerseits) um mehr Geduld! Ich werde auch zu den „Pieck I“ Marken unter „Dauerserie "W. Pieck"“ auch dazu (wenn ich meine Bestände durch bin) dazu Stellung nehmen.
Bei der Serie 261-270, da kann ich nicht mitreden, da ich nur gerade vielleicht 4 oder 5 Sätze davon komplett bekäme! Mehr habe ich davon nicht. =(Ist ja auch – zumindest für mich – Kostenfrage).

Zitat:
Dr. Tichatzky schreibt in seinem Buch „DDR-BM 1…1000“ auf S.26 „…berücksichtigt man die Papierstruktur und die damit zusammenhängenden Größenunterschiede, so kann man auch beim Wz. <<Kreutzblumen>> eine waagerechte und eine senkrechte Stellung unterscheiden, die abgekürzt als Wz. K X und Wz. K Y bezeichnet werden sollte …“

Damit ist nach meiner Meinung auch ein noch heute sinnvoller, weil katalogkonformer Vorschlag zur Nomenklatur gemacht! Die große Buchstaben X und Y. Kleine Buchstaben stehen dort allg. auch für Papierunterschiede. Sie sind aber bei den frühen DDR Ausgaben schon für gewöhnliches bzw. gestrichenes Papier in Verwendung.

Was der Herr Dr. Tichatzky noch zu DDR Zeit (!) geschrieben hatte, auch mit der Bezeichnung des Wasserzeichens „K“ u.s.w., das mag zu damaliger Zeit seine Gültigkeit gehabt haben. Aber nicht mehr heute – aus nachfolgenden Gründen:

Sein altes Buch „DDR-BM 1…1000“ ist nur eine zusätzliche Ergänzung zum „Universalkatalog“!
In seinen neueren Buch „Briefm-Druck i.d. DDR“, erwähnt er schon nichts mehr davon!

Zwischen Lipsia+Universal und MICHEL-Katalog, sind z.T. gewaltige Unterschiede! Und das sollte man unbedingt beachten!
Wir benützen heute in nur die im MICHEL geläufige Bezeichnungen, und nicht mehr die, die nur damals in der DDR gegolten haben!
Wenn du dir als Beispiel bitte die DDR-MiNr. 1087 ansiehst, dann wird da als „x“ die senkrechte, und als „y“ die waagerechte „Papierstruktur“ angegeben, auch wenn diese Ausgabe Wz.3X hat! = Hat also eigentlich nichts mit Wasserzeichen, sondern genau genommen nur mit der Struktur auf dem Papier was zutun – um was es hier eigentlich geht. Erweiternd auch bei Marken mit Wz.1!
Es geht aber um eine EINHEITLICHE und ZEITGEMÄSSE Bezeichnung, die zum MICHEL-Angaben passt!
Wz. 1X und 1Y (und bei Wz.3XX? und Wz.3YY?) werden heute nicht mehr direkt unterschieden! Aber die sog. „Papierstruktur“ ist eigentlich nach wie vor aktuell, auch wenn nicht auf alle Ausgaben bezogen, weil sich wohl niemand drum kümmert. Ich versuche da mit dir den Anfang zu machen.
Aber einig sollten wir uns mal werden. zwinkern

Man kann nicht im MICHEL einmal wo „Y“ und auf einer anderen Stelle dann „x“ = (beides für eine senkrechte „Papierstruktur“!) nehmen. Oder?
Es ist nicht meine eigene Erfindung, dass der MICHEL (oder im M.) schon vorbestimmt hat/ist, das mit kleinem „x“ die senkrechte und „y“ für waagerechte „Papierstruktur“ Verwendung findet.
Das schon vorhandene kann man weiter führen, sonst kommt ein Chaos zustande.

Was Dr. Tichatky noch in der DDR-Literatur bringt, da ist das zur heute vertauscht! Genauso wie sonst das Wz.3X, war damals Wz.4Y, bzw. DK Y. = Da kommen wir nicht zusammen, mein lieber Sammlerfreund. zwinkern

Primär geht es also hier nicht um Wasserzeichen als solches (auch wenn man das zum indirekten Wz. rechnet), sondern um die sog. „Papierstruktur“! =(Diese ist kein echtes Wasserzeichen). Und das ist auch EINFACHER zu bestimmen, denn nur danach tun wir uns orientieren, ohne die Wz.-Bilder mit dem Lineal abzumessen, die in Natura auch variieren!
MICHEL verwendet nur „Papierstruktur“-Bezeichnungen in diesem Fall!

Nur die EINDEUTIGE und leicht(er) feststellbare Wz.2 Bestimmung (normal oder 180° gedreht), bekommt ein kleines Hinweis mit „z“. Da dort die „Papierstruktur“ sich ja nicht verändert!
Wie erwähnt, die Prüfer verwenden dann VOR dem Wz., die Bezeichnung für Papier/Farbe und in der Bezeichnung des Wasserzeichens die Type. Ansonsten wird das im Katalog und Beschreibung immer von den Wz.-Angaben getrennt wiedergegeben. = Alles hat seine festgelegte Ordnung und ist nicht willkürlich erdacht.

Das Wz. 1+3 selber, ist eigentlich von allerseits gleichmäßiger Größe (technisch betrachtet)! Der Größenunterschied der Seitenlängen, hat aber was mit der Papierherstellung und seiner Laufrichtung zutun. Beim Trocknen zieht sich das Papier unterschiedlich zusammen = in der Längstlaufrichtung weniger, in der Querlaufrichtung bed. mehr. Dadurch entstanden diese Unterschiede…

Jedenfalls ich empfehle nicht wieder die Verwendung der Bezeichnung vom „Universal“ oder aus sonstiger DDR-Literatur, sondern sich nach der NEUEN aus MICHEL zu richten (die doch schon z.T. besteht!).

Gibt es dazu bessern Gründe, warum wir das nicht so machen sollten, wie ich es vorgestellt hatte?

Herr Tichatzky würde heute sich auch umorientieren (müssen) zu dem, was einst in der DDR-Literatur stand. zwinkern

Noch zu Ihrer Aussage:
Zitat:
Kleine Buchstaben stehen dort allg. auch für Papierunterschiede. Sie sind aber bei den frühen DDR Ausgaben schon für gewöhnliches bzw. gestrichenes Papier in Verwendung.

Hier geht jetzt um „x“ und „y“, nicht um „v“ oder „z“! zwinkern Aber auch wenn bei Wz.2XII „z“ =(nur für 180° Drehung des Wz.) vorkommt, hat das diesmal NUR mit dem Wz. was zutun! Das andere NICHT (oder indirekt), was keiner genau feststellen kann durch Verhältnisunterschiede der Seitenlängen, da man sich NUR nach der Struktur orientiert! =(mit Signoscope kann man auch kaum die Seitenlängen mit Linear abmessen…! Und so erkennt man das nicht.).
Bei Wz.1-Ausgaben, finden jegliche Prüfungssignaturen, die nicht das Wz. betreffen, VOR der Wz-Angabe.
Bei normaler Beschreibungen (auch in Katalogen) die zusätzlich nach Wz. Farb- und Papierbezeichnungen tragen, die stehen immer in einem Abstand zum Wz! = Z.B. „Wz.1x va“.
Wo ist da ein Problem?


Was ich aber bis jetzt bei meiner Untersuchung bei „Pieck I“ Briefmarken feststelle, das ist tatsächlich eine überwiegende Mehrheit davon mit der Struktur „x“! – Bin gespannt, wie die Ergebnisse ausfallen. cool

Beste Sammlergrüße! zwinkern
09.03.09, 06:17:37

Jurek

(Senior Member)

In unterschiedlichen Elektromagnetischen Wellenlängenbereichen des Lichtes kann man oft Erstaunliche Details sichtbar machen, wie z.B. kaum sichtbare Stempel; Reparaturen etc. …

Ich möchte mich je nach Möglichkeit nebenbei mit UV-, Lumineszenz- und IR-Fotografie bei Briefmarken beschäftigen, was ein eigenes Thema für sich sein wird und vielleicht mal aus Erfahrungen damit etwas berichten…, aber bleiben wir erstmal bei den uns allg. üblichen Lichtquellen wie der Sonne und dem Kunstlicht.
Zur Betrachtung von den Briefmarken und Farben, eignen sich da also sehr unterschiedliche Lichtquellen und (Farb-)Filter … =(z.B. bei roter Briefmarke mit schwachen Stempel eignet sich eher dkl. roter Filter [Folie] oder -Licht, um schon manches leicht sichtbarer zu machen).

Farbunterscheidungen im ALLGEMEINEN, sollen bei hellem Tageslicht, in der Fensternähe, bei etwas bedecktem Himmel vorgenommen werden. – Allgemein bekannt.

Was weniger bekannt sein dürfte (und davon spricht man allg. auch nicht, wenig oder gar nur ablehnend), dass man gewisse Unterscheidungen bei bestimmten Marken (also nicht alle dazu geeignet) zusätzlich auch unter schräger Einwirkung der Sonnenstrahlen auf die Marke erreichen kann… (meist rötliche Farbtöne)…
Auch normales Kunstlicht oder gar Leuchtstoffröhrenlicht eignet sich gut dazu (meist grüne Farbtöne)… = Nebenbei: Gerade bei solchen Marken wie die DDR-MiNr. 322, 521 u.ä. sieht man, wie die Scanner ungeeignet sind die Farben natürlich zu wiedergeben.
Allg. schreibt man auch davon, dass man die Farben nicht unter Leuchtstoffröhren betrachten soll. Was aber dann besser bekannt ist, dann ist die UV-Lampe, die doch bei bestimmter Farbunterscheidung (Fluoreszenzen der Farben) doch sehr helfen kann.

Aber nach wie vor nicht zu unterschätzen ist natürlich die TAGESLICHT-Lampe (am besten immer die gleiche Typen vom gleichen Anbieter verwenden, mit ca. 5700 Kelvin Farbtemperatur)!

Zurückzukommend auf die UV-Lampe, gibt es auch da sehr unterschiedliche Vielfalt und Qualitäten.
Im Profi-Bereich verwendet man da zwar stärkere UV-Lampen, aber in allg. üblichen Sammlerbereich wird da schon seit einiger Zeit eine Lampe in der Zeitschrift „philatelie“ vorgestellt, die im allgemeinem Gebrauch auch ein nützliches Gerät sein kann, wo man (durch die U-Formung der 9W-UV-Röhre) auch direkt von oben her die Marken, durch eine große 3-fach Linse, betrachten kann.
Diese 9 Watt-Speziallröhre ist von der Leistung her wohl das stärkste, was man so allg. für Hobbyphilatelisten bekommen kann… (?)

Welche speziellen Erfahrungen habt Ihr mit Licht in der Philatelie gemacht?
Dateianhang (verkleinert):

 UV-Lampe.jpg (53.26 KByte | 3 mal heruntergeladen | 159.78 KByte Traffic)

01.05.09, 12:50:58
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