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Jurek

(Senior Member)

Was sind eure Erfahrungen in Bezug auf Stellenweise zusammengeklebte postfrische Briefmarken?
Kann man sie trennen, ohne sie zu beschädigen? (sehe HIER).
09.12.07, 06:34:02

Jurek

(Senior Member)

Mal was anderes, denn mit den Antworten ist hier recht schwer...

Ich habe mal den aufgedruckten Stempel unter meinem Mikroskop betrachtet (von der MiNr.442ND).
Oft gerade bei solchen (noch am PC unbearbeiteten Bildern), kann man feststellen, ob manche Aufdrucke unter oder auf z.B. Stempeln liegen, und somit auch oft eine Fälschung entlarven …
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26.12.07, 06:57:42

Jurek

(Senior Member)

Da ich einige Anfragen von verschiedenen Seiten in Bezug auf Phila-Zubehör, besonders aber auch zu dem Mikroskop erhalten habe, möchte ich allgemein für die interessierte Sammler, die einmal auch Spezialsammler werden möchten, einige allg. Empfehlungen an der Stelle abgeben:

Der einfache Sammler kommt schon meist mit einem Album, Pinzette und Katalog, wie auch einer Lupe gut aus…

Jeder, der ernster sammeln möchte, benötigt etwas größeres Zubehör.
Dazu sind nötig verschiedene Lupen; Wasserzeichensucher; gute UV-Lampe; auch handliche Mikroskope (die man die für Bögen etc., oder für Unterwegs gut verwenden kann); Papierstärkenmessgerät und etliches weitere diverse Zubehör, wie z.B. selbst eine Briefmarkenpresse etc., die oft vom Vorteil ist. zwinkern

Darüber hinaus natürlich auch versch. Briefmarkenkataloge = hauptsächlich den Michel-Spezial und den Universal-Katalog (Neben SSt. U. FDCs…, um u.a. aus der DDR-Zeit auch die Typen zu kennen, - da einmal sogar ein Briefmarkengeschäft [!] in eBay hat eine altgeprüfte Marke verkauft als die MiNr.273b, die aber in Wirklichkeit nach MICHEL die „a“ war!…). Sowie diverse andere Fach- und Spezialkataloge, die durch die ArGe oder derer Mitglieder herausgegeben werden.
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30.12.07, 07:45:24

Jurek

(Senior Member)

Dann sollte man sich auch (je nach Interesse), außer der Spezialliteratur, auch allgemein Info-Literatur anschaffen (die jeder DDR-Sammler haben sollte), die oft über den alten „Sammler-Express“ bis zu neueren „Club-Journal“ hinausgehen. Dann die Zeitschrift „philatelie“ =(die [2 letzt erwähnten] man als ArGe-Mitglieder sowieso bekommt), dann ev. DBZ und andere Info-Presse…
Dazu gehört aber als Pflichtliteratur das Buch von P. Tichatzky „Briefmarkendruck in der DDR“ als ein muss (es ist die neuere Ausgabe des alten Buches „DDR Briefmarken 1 bis 1000“), da es allg. neben Druckarten und Typen, die Grundlagen vermittelt; ebenso in Bezug zur Geschichte der Deutschen Post…, und selbst auch die von D. Otte u. W. Lemcke gezeigte Publikation zur Prüfzeichen auf W.Ulbricht-Marken. Denn wenn man es auch keine W.U. Marken sammeln sollte (bzw. spezialisiert sammelt…), so ist diese Publikation ausgezeichnetes Nachschlagewerk in Auskunft zur Altprüfungen und derer Prüfer…
Auch von H-J. Schönherr die Publikation über amtliche Entwertungen für philatelistische Zwecke ist hier zu erwähnen, um zu erkennen, über diese Verwendung der Gefälligkeitsentwertungen…
Selbst sogar das Buch vom W. Maassen „Echt oder falsch?“ ist wertvoll, damit man überhaupt bessere Vorstellung davon hat, was und wie zur Fälschungen gehört, wie sie z.T. zu erkennen sind… - etc., etc.
(Abgebildet ist nur ein Teil der wesentlichen Literatur, die man haben sollte, wenn man ein Spezialsammler sein möchte).

Zur weiteren Literatur eines Spezialsammlers gehören natürlich auch die Auktionskataloge, sowohl ältere wie neuere, mit ihrer Vielzahl von Angaben, Dokumentationen und Preisen. (Wobei dennoch denke ich, dass die darin enthaltenen Schätzpreise oft die „richtigeren“ sind als dann nach der erfolgten Auktion veröffentlichten „Verkaufspreise inkl. Zuschlag“, da oft diese unterschiedlich ausfallen und bestimmt werden von Einzelnen Bietern – jedoch nicht zu jeder Zeit und überall…).

Und auch wenn es für den Spezialsammler so was wie Farbkatalog / Farbenführer eigentlich Tabu wären (da man nur am und mit dem geprüften Originalmaterial arbeitet und entsprechende Farbreihen anlegt, ist es oft nicht ganz uninteressant sich als ein für Farben und Farbvarianten Interessierten, sich auch zusätzliche erklärende Literatur und Farbkataloge anzuschaffen…
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30.12.07, 07:47:05

Jurek

(Senior Member)

Für Dokumentationen auf dem Fotopapier oder als Kopien an andere Sammler, wäre nicht schlecht ein guter Drucker, ebenso wie ein guter Scanner…

Als Scanner verwende ich aber immer noch den, der auch in dem „Perfoscope“-Packet vom MICHEL beschrieben ist. zwinkern . Dieses Programm ist bei der Arbeit am PC aber sehr zu empfehlen, und ich kenne (neben anderen, auch kostenlosen), keinen besseren als dieses!
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30.12.07, 07:48:32

Jurek

(Senior Member)

Und zu letzt auch noch zu dem Mikroskop.
Natürlich gibt es sehr viel bessere als diesen, und ich empfehle auch niemanden dieses nachfolgende Produkt, der bei Lidl angeboten wird - der sich was Besseres leisten kann - so was zu kaufen!
Dennoch für mich pers. aufgrund auch des Platzmangels (Standfläche nur von 10x14cm!) ist dieses Mikroskop eine gute Erweiterung des Knof-Hofs meiner Phila-Ausrüstung…
Dieser benötigt weder einer Installationssoftware, noch ist kompliziert in Anwendung. Funktioniert wie digitales Fotoapparat (hat internes Speicher zum auffangen der Fotos; hat auch ein Kartenslot… Es wird individuell (auch mit Dimmer-Funktion) mit Ober- und/oder Unterlicht =(was auch sehr wichtig ist!) durch LED-Beleuchtung erleuchtet, und auf dem kleinen Monitor (ohne lästiges hineinblicken in Okular/e) kann man verschiedene Funktionen wählen wie Abbildungen in S/W, als Negativ, gefärbt etc, die man so auf der Kate abspeichern kann oder nur auf internen Speicher und dann durch USB auf PC überträgt, wo man es zusätzlich noch bearbeiten, auswerten, speichern kann…
(Präzisionskreuztisch habe ich Praxisbedingt mit Briefmarken, durch die entspr. Halterungsfedern ersetzt).
Damit kann man schon bei einer entsprechenden Vergrößerung einige Fälschungen gut erkennen…

Echte Profis werden sich natürlich qualitativ unvergleichbar bessere (und sehr viel teure) Geräte kaufen …
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30.12.07, 07:49:41

admin

(Administrator)

Hallo Jurek,

gibt es dieses Mikroskop derzeit noch bei Lidl?

Viele Grüße und Wünsche für's neue Jahr!
02.01.08, 11:03:17

Jurek

(Senior Member)

Das war Vorweihnachtsangebot ...
Ob es noch Restbestände davon gibt, müsste man direkt vor Ort schauen.

Gruß und auch beste Wünsche! zwinkern
02.01.08, 14:16:52

Jurek

(Senior Member)

geändert von: Jurek - 17.10.08, 08:09:38

Von der Firma OTT-LITE hat nun auch die deutsche Firma „Leuchtturm“ eine Tageslichtlampe übernommen und nun bietet sie zum ersten Mal den Sammlern eine gute Möglichkeit bei der Anwendung in der Philatelie (besonders bei Farbbestimmungen bei Briefmarken).

Am Rande ergibt sich daraus für mich pers. zwar die Frage, ob dieser Preis von mind. 74,50 Euro wirklich berechtigt ist, aber jeder sollte selber entscheiden.
Für mich habe ich mir für meine einfache Schwenkhals-Tischleuchte auch eine Vollspektrum Tageslichtlampe gekauft. Gesamtwert von eher <15 Euro …

Ich denke, dass ein Preisvergleich durchaus auch zu fragen berechtigt: z.B. bei „Leuchtturm“ kostet eine elektronische Schublehre 26,90 € während ich mal vorgestern noch eine beim Hofer im Ausverkauf gekauft hatte, für statt 9,90 € Normalpreis, jetzt für 5,90 €. Wo da der qualitative Unterschied sein soll (ausgenommen Anbieter), weiß ich nicht…
Vielleicht dazu klärt mich hier jemand auf?

Jedenfalls ich würde die Sammler zum Kauf einer Tageslichtlampe (was unvergleichlich gegenüber anderen Lichtquellen ist!) anregen, weil das nicht nur jetzt dann in Wintermonaten gut für die Augen (geschweige Gemüt) ist, sondern auch beim sortieren von Briefmarken. zwinkern

Auch wenn bald welche Angebote zur Heidnachtszeit (mir kommt vor, damit beginnen die immer früher…) in Großmärkten gibt, Augen auf! Manchmal gibt es interessante Schnäppchen! cool
Dateianhang:

 OTT-LITE.jpg (7.72 KByte | 10 mal heruntergeladen | 77.19 KByte Traffic)

10.10.08, 16:08:48

Jurek

(Senior Member)

P A P I E R S T R U K T U R

Bezug nehmend auf die Aussagen von HIER, möchte ich hier antworten, wo das m.E. besser passt, um darüber ggf. auch weiter zu schreiben, da dies nicht nur eine einzige DS betrifft.

Zitat:
Die sog. Papierstruktur, die nichts mit den Papierfasern zu tun hat, sondern strichartige Einkerbungen entweder in Richtung der Länge oder der Breite der Marke darstellen, sind laut Tichatzky beim Herstellungsprozess der Papierbahn entstanden.

Nach meinem Wissen entspricht auch die durch Walze aufgebrachte Muster-Struktur, die sog. „Papierstruktur“, immer der Papierlaufrichtung der Papierbahn.
Das eine hat zwar mit dem anderen nichts zutun, aber dennoch verläuft es immer parallel zu den Papierfasern.

Zitat:
Ich weiß es nicht mehr genau, aber aus meiner Erinnerung haben sie etwas mit dem Transport der Papierbahn in dem Abschnitt zu tun, in dem das Wasserzeichen erzeugt wird. Genaueres bitte bei Tichatzky nachlesen.

??
Unmittelbar bei Erzeugung des Wasserzeichens kann das m.E. wohl kaum direkt Anwendung finden, da es auch kein Bestandteil des Wasserzeichens ist, noch gehört zu echten Wz.!
Aber ich könnte mir vorstellen, dass nach der rel. „unmittelbaren“ Erzeugung von Wz. und Glättung, kommt dann auch diese Walze zum Einsatz, um vielleicht auch gewisse „Richtungsstabilität“ zu erzeugen (?).
Nochmals: Dieses Muster wird m.E. trocken aufgepresst und gehört nicht zum echten Wz. (auch wenn man diese Prägung darin erkennen kann – speziell bei elektronischer Wz-Untersuchung durch planes Aufpressen eines Akrylblocks und seitliches Belichten).

Leider in Literatur findet man wenig Infos dazu. Ich werde mich mal mit dem Herrn Dr. Tichatzky diesbezüglich in Verbindung setzen …

Zitat:
Für die Katalogisierung der DDR-Marken ist diese Struktur nur deshalb interessant, weil sie beim WZ 2 -DDR und Posthorn- (und nur dort!) mit den beiden WZ-Typen I (Papierstruktur längs) und II (Papierstruktur quer) korreliert. Man kann also die Struktur zu Hilfe nehmen, um das WZ bequem zu erkennen.

Wenn mal aber das Wz.2 undeutlich zu sehen ist und auch diese aufgebrachte Walzenstruktur nicht erkennbar ist, ist gut zu wissen, wie man es die Laufrichtung der Papierfasern erkennt, um auch das zu Hilfe zu nehmen. zwinkern
Wie oft müssen die Prüfer das Wz. prüfen, wenn die Marke auf einer festen Unterlage klebt (z.B. Paketkartenausschnitte)! (Leider entstehen da manchmal Irrtümer, wenn man Wz.2YII mit dem Wz.2XI – und umgekehrt – verwechselt).

Zitat:
Eine Bewertung der Papierstruktur (die es ja auch nicht gibt) an sich halte ich persönlich philatelistisch für überflüssig.

Nun ja, kommt darauf an, was man wirklich mit „Papierstruktur“ meint, bzw. darunter versteht.
Ich bin der Meinung, dass der Hr. Dr. Tichatzky das nicht ganz richtig oder besser: fachgerecht anwendet.
Unter Papierstruktur versteht man allgemein den Aufbau eines Blattes. Strukturen entstehen, weil sich das Blatt niemals homogen bilden lässt. Als Beispiel seien hier die Formation des Papiers oder im Fall gestrichener Papiere die Gleichmäßigkeit der Strichschichten erwähnt. Die Papierlaufrichtung (bestimmt durch die Faserorientierung) ist ein Teil der Papierstruktur. Aber niemals das nachträglich (in Trockenphase) durch Walzeneinwirkung aufgebrachte „Blind-Prägemuster/-Struktur“!

Papierstruktur in Graphischen Sinn entsteht zufällig bei der Papierproduktion (Blattbildung, Pressen, ggf. Streichen = das, was das Papier in ihrer Bildung ausmacht). Das symmetrische Muster auf einer Briefmarke zähle ich deswegen nicht dazu, ist aber eine Definitionsfrage. (Dieses Muster wäre vermutlich eher ein unechtes „Wasserzeichen“, bei unterschiedlicher Opazität des Blattes. = Es ist ein Muster oder eine Struktur, die dann AUF das Papier nachträglich aufgebracht worden ist, und ist nicht direkt mit der Erzeugung des Papiers verbunden).

Und nochmals zurückkommend auf die Bewertung dieser Unterschiede: Ich hatte darüber schon wegen dem Wz.1 mit dem Herrn Dr. Tichatzky ein kleines Disput (noch vergangenes Jahr), der meinte, dass da relativ ein Gleichstand bei dem Vorkommen der mit 90° und 180° stehendem Wz. besteht, und darüber hinaus das auch für viele Sammler Probleme bereitet, dies voneinander zu unterscheiden, selbst auch die Wz. 2 in normalstehend und 180° gedreht zu unterscheiden, - hat man davon abgesehen dies zu katalogisieren.
Von daher war meine Frage, warum eigentlich im konkreten Fall nicht auch bei MiNr. 1087? Wäre auch „Wurscht“! Oder?
Hätte ich auch dazu gerne die Meinung unseres WU-Spezialisten @wulbi99.

Viele Grüße!

P.S.
An einer anderen Stelle der „gelobte“ „Lexikon der graphischen Technik“ schweigt sich aus über „Papierstruktur“, da ist m.E. das „Lexikon der Philatelie“ schon besser, aber auch dieser kennt diesen Begriff bei Briefmarken nicht.
24.02.09, 15:49:27
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