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Jurek

(Senior Member)

da sich sonst noch keiner zu Wort meldet, meine Meinung zu den gestellten Fragen:
Zitat:
Spannender finde ich die Fragen: a)wie gehen die Herren mit Fehlprüfungen um und
b) was ist eine Prüfung wert

Wie sie damit umgehen, habe ich z.T. mit meiner zuletzt abgebildeten Kurzbefunden gezeigt.
Man schickt die falsch geprüften Stücke zurück an diejenigen Prüfer, die sie geprüft haben und sie tun kostenlos ein Kurzbefund zu der Marke ausstellen, ohne das auf der Marke die Signatur verändert wird.
Nachher (auch wenn die Marke davor geprüft war), ist sie nur dann mit den Kurzbefund als solche gültig als geprüfte Briefmarke.

Im BDPh Forum wurde auch geschrieben, dass oft die Routine ist die größte Ursache für Fehler …
Ein geschultes Blick sieht meistens auch richtig, was für ein Wasserzeichen auf einer Briefmarke ist, ohne Signoscope verwenden zu müssen. Man sieht auch schon an der Struktur, die auf dem Papier aufgedrückt ist, um welches Wz. sich dabei handeln könnte.
So passiert deswegen mal, dass man z.B. die senkrechte Struktur erkennt aber nicht deutlich genug den Verlauf der Buchstaben des Wasserzeichens, und dann wird das eher zu der zu prüfenden Massenware gerechnet = Wz.XII, aber in Wirklichkeit ist es YI. = Auf beiden Varianten ist die angebrachte Struktur die gleiche.
Das passiert nur selten, oft in der Masse gleicher Prüfstücke…, wo es gerade an der überschreitender Grenze des Erkennbaren ohne optische Hilfsmittel dies liegt und doch durchschlüpft…

Nun noch zu der zweiten Frage:
Prüfgebühren betragen so in der Regel 3% vom MICHEL. (Ev. auch je nach Prüfer?)
>>HIER<< (zum Schluss der Liste – bitte auf die Verlinkung klicken) finden Sie die Auflistung der Prüfgebühren.

Ich möchte bei der Gelegenheit nochmals aber betonen, dass mein Anliegen hier ist nicht wie welche Prüfer zu kritisieren oder so! Überhaupt nicht!
Es geht mir nur darum, Mitleser dazu öffentlich (was z.B. in Prüfzeichen auf der WU-Marken-Veröffentlichung u.a. schon geschah) auch anzuregen, etwas gesunder Skepsis mal gegenüber geprüften Briefmarken zu verwenden, und nicht so, wie ich mal schon an einem Beispiel aus eBay zeigte, prüft ein Prüfer eine Marke mit Wz.2XII obwohl im Michel-Spezial nur Wz.2XI bekannt ist, dann soll man nicht gleich als unbedarfter Bieter bei eBay gleich meinen, dass das was Besonderes ist (weil quasi der Prüfer sich gar nicht irren könnte) und paar hundert fache vom Michel dafür gleich vorschnell bieten!
Ein Prüfer prüft m.W. keine unbekannte Neuentdeckung nur mit üblicher Signatur, sondern mit einem Foto-ATTEST!
Ja, Prüfer sind keine Götter und sollen auch so betrachtet werden, auch wenn sie eine unheimlich große Erfahrung und praktisches Wissen von der Materie haben, die sie prüfen …(sei es, wenn sie auch mal untereinander…)…

Beste Sonntägliche Grüße! zwinkern
21.12.08, 14:43:15

hk94

(Member)

Tach,
dann beantworte ich die beiden Punkte lieber selbst:
a) Bei Fehlprüfungen werden die Herren irgendwann säuerlich wenn man Ihnen andauernd mit solchen Ausrutschern kommt. Lösungsmöglichkeiten: Marke zum Recycling oder Marke zum nächsten Prüfer und den alten Befund / Attest in den Sekundärrohstoffkreislauf. Dabei ist die eigene Fehlbarkeit einzurechnen. Es nicht jede Fehlprüfung eine Fehlprüfung der Prüfer.
b) Was ist eine Prüfung wert? Kennt jemand ein Beispiel wo einer der amtiernden Prüfer seine fehlerhafte Prüfung mit Schadensausgleich hat wiedergutgemacht? Ich nicht.
In dem Augenblick wo jemand eine sagen wir attestierte Marke über eine Auktion erwirbt, hat nach meinem Kenntnisstand, der Neubesitzer mit dem Prüfer keine Vereinbarung zur Gültigkeit des Attestes und somit gelten die Gewährleistungsfristen nicht. Richtig?
Liebe Grüße
hk94
PS.: Sehr geehrter Jurek, stammen die beiden Kurzbefunde aus einer im Jahr 2005 über Hadersbeck versteigerten Köpfe II- Spezialsammlung Zuschlag 450,-? Mir kommen die Befunde so bekannt vor.
21.12.08, 20:30:47

Jurek

(Senior Member)

Zitat:
Sehr geehrter Jurek, stammen die beiden Kurzbefunde aus einer im Jahr 2005 über Hadersbeck versteigerten Köpfe II- Spezialsammlung Zuschlag 450,-? Mir kommen die Befunde so bekannt vor.

Wieso? Haben Sie die dort versteigert?
Ich weiß jetzt auf die Schnelle das nicht (da eben länger her ist), aber ja, aus einer Auktion kommen die Marken.
Müsste erst recherchieren, ob die Angaben von Ihnen so zutreffen (falls Ihnen das so wichtig sein sollte), aber wenn Ihnen das so bekannt vorkommt… ? zwinkern Vielleicht sind sie durch Umwege von Ihnen zu mir gelandet? lachen

Gute Nacht!
21.12.08, 20:49:57

Jurek

(Senior Member)

Vielleicht könnten wir hier auch einrichten ein Thread, wo man seine Gesuche und Gebote abgeben könnte?
Dann hätte man sich beiderseits auch einige (viele) Euros gespart. zwinkern
Aber darüber hat der Admin zu entscheiden, ob das möglich ist.
Ich bin eher ein „Jungsammler“, und da würde mich schon sehr viel interessieren… freuen
____________________________________________________________

Ich habe zwar im BDPh-Forum mal eine Frage gestellt, die mir da immer noch nicht beantwortet wurde, - dann stelle ich diese meine Frage auch hier, in der Hoffnung auf eine weiterführende Antwort:
Ist aus euren geprüften Stücken die Signatur des BPP Weigelt bekannt, auch mit dem Typisierungsbuchstaben „b“, weil bei eBay fand ich im Angebot diese Marke, die mir aber vom Farbton her (auch wenn Wiedergaben könnten täuschen), schaut das gar nicht nach „b“ aus!
Dateianhang:

 273.jpg (55.1 KByte | 1 mal heruntergeladen | 55.1 KByte Traffic)

Dateianhang:

 Prüfsignatur.jpg (39.19 KByte | 4 mal heruntergeladen | 156.75 KByte Traffic)

16.03.09, 06:37:11

Jurek

(Senior Member)

Übrigens, es handelt sich dabei um dieses 320348877191 eBay-Angebot!

Wenn ich aber schaue, was z.B. hier unter eBay 220373487871 als „b“ ausgegeben wird…… ??

Aber bei eBay habe ich auch aus einem ATTEST mal eine Abbildung „gestohlen“, wo da BPP Weigelts Typisierungsbuchstabe auf dieser Marke anders ausschaut. = Verwendete er auch (wegen Verschleiß?) unterschiedliche oder ist das oben eindeutige Prüfersignaturfälschung!?
Schade, dass allgemein die Abbildungen der verwendeten Stempel der Prüfer nicht immer vorzufinden sind… (zumindest den Link müsste ich erst suchen…, und ob er drin ist?).
Dateianhang (verkleinert):

 273b ATTEST-Fragment.jpg (61.77 KByte | 8 mal heruntergeladen | 494.14 KByte Traffic)

16.03.09, 07:01:12

Jurek

(Senior Member)

geändert von: Jurek - 12.07.09, 16:26:19

Die Briefmarken werden dadurch nicht unbedingt im Wert wirklich gemindert, indem jemand (privat) darauf KORREKT die Wz. + Type signiert?
Was ist eure Meinung dazu?
Hier Beispiele, die ich vor rel. Kurzem bei eBay fand:
Dateianhang (verkleinert):

 Wz.2 - Stempel.jpg (31.19 KByte | 5 mal heruntergeladen | 155.96 KByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 Wz.3 - Stempel.jpg (36.78 KByte | 5 mal heruntergeladen | 183.91 KByte Traffic)

12.07.09, 16:25:14

Jurek

(Senior Member)

Bei der 49. Auktion vom Aug.’10, hat das Auktionshaus „Jennes und Klüttermann“ (J&K) eine angebliche kleine und geprüfte DDR-Rarität verkaufen wollen, mit völlig falschen Angaben.
Zitat:

5383 DDR 273b Brief 12 Pf. dkl'violettultramarin, re. Randstück a. blanco-Karte, sign. Rehfeld - Michel 720,- EURO

Wie es scheint, kennen diese Herren Auktionatoren weder den Prüfer noch die Angaben im MICHEL S.233.
Dateianhang (verkleinert):

 Rehfeld-Prüfung.jpg (187.9 KByte | 10 mal heruntergeladen | 1.83 MByte Traffic)

27.10.10, 20:07:08

sachsen-teufel

(Junior Member)

Hallo und guten Abend !
"Komische" Signatur auf WU 937 aZxI.
Private Signatur ? Name kann ich nicht entziffern...
Soll die "Blume" das Wz. Kreuzblume darstellen ?
Evtl. doch eine DDR-Altprüfung ?
Wer kann näheres sagen ?
Dateianhang (verkleinert):

 937aZxI.JPG (183.82 KByte | 15 mal heruntergeladen | 2.69 MByte Traffic)

08.11.10, 19:33:00

peony61

(Senior Member)

richtig, DDR-Prüfung Merkel in Schreibschrift Wz. Kreuzblume
08.11.10, 19:35:29

Jurek

(Senior Member)

Wenn du werter @sachsen-teufel WU-DS sammelst (aber auch sonst), würde ich dir schon empfehlen auch eine dazu interessante Schrift von D. Otte u. W. Lemcke, über die Prüfzeichen… Dort wird auf der Seite 33 dieses Prüfzeichen gezeigt und beschrieben.
Echt empfehlenswerte Literatur, selbst auch dann, wenn man (wie ich) die DS-WU nicht spezial sammelt.

Mich würde bei den „Köpfen“ mal interessieren, wer dieses Signum machte (Köpfe-Buch, S. 22)?
Dateianhang (verkleinert):

 Signaturen.jpg (159.58 KByte | 1 mal heruntergeladen | 159.58 KByte Traffic)

08.11.10, 20:01:12
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