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Landzusteller

(Administrator)

Ein Brief aus Karl-Marx-Stadt - da wo die echten Philatelisten wohnen. In den anderen Orten wohnen nur die Briefmarkensammler, ohne eigenen R-Zettel.
Dateianhang (verkleinert):

 km stadt phila.jpg (36.96 KByte | 5 mal heruntergeladen | 184.79 KByte Traffic)

04.01.12, 19:50:51

Jurek

(Senior Member)

Aber was soll das sein?
WIESO (im welchen konkreten Zusammenhang) steht da auf dem R-Zettel: „Philatelisten“?!? geschockt
Denn der R-Zettel erfüllt keinerlei (nach meiner bisherigen Erkenntnis) werbemäßige Aufgabe oder sowas!
Für mich ist das derzeit ein der Bedeutung nach unerklärliches Kuriosum, welcher auch an eine entsprechende Stelle zu setzen gehört!

Beste Sammlergrüße! zwinkern
05.01.12, 08:59:32

Landzusteller

(Administrator)

Es handelt sich hierbei um spezielle R-Zettel der Auslandstauschkontrollstelle Karl-Marx-Stadt. Auslandstausch über den Philatelistenverband der DDR. Meines Wissens hatte nur K-M-Stadt R-Zettel mit diversen Zudrucken wie Phil, Philatelie, PH, usw. In diesem Fall mit dem Wort Philatelisten. Dieser Zudruck war mir bisher unbekannt. Vielleicht gibt es auch nur eine Rolle mit dieser Bezeichnung. Es gab auch die Variante mit einem Gummistempel, der auf normalen R-Zetteln abgeschlagen wurde. Warum nur in K-M-Stadt diese Zudruckzettel Verwendung fanden ist mir nicht bekannt. Es gibt aber Mitglieder, die sich speziell mit dem Auslandstausch beschäftigen.
05.01.12, 19:56:47

Jurek

(Senior Member)

D a n k e !

Habe ein Verweisvermerk an entsprechender Stelle gemacht ...
06.01.12, 07:25:25

Landzusteller

(Administrator)

Gefunden im se 18/1948
Dateianhang (verkleinert):

 se 1948.jpg (99.07 KByte | 4 mal heruntergeladen | 396.27 KByte Traffic)

12.01.12, 22:04:38

Jurek

(Senior Member)

Warum, wenn das ein SCHULFACH in Rahmen des Lehrplanes war, musste das in dem Sozialistischen Arbeiter und Bauernstaat von den Schülern bezahlt werden?
War das wirklich ein „reguläres“(?) Hochschulfach in Rahmen des Lehrplanes(!), um das hier als solches auszugeben?
Oder wurde das hier nicht als solches ausgegeben bzw. anders gemeint, und ich verstehe das falsch?

- Und ob, kann man dabei sehr viel lernen, besonders auch, was die Geschichte betrifft. Das könnte auch jetzt mal in den Schulen wieder eingeführt werden, da manche Jugendliche scheinen mit ihrer Freizeit nichts Gescheites anzufangen …
13.01.12, 06:38:40

Landzusteller

(Administrator)

Eine Volkshochschule war keine normale Schule und auch keine Hochschule im Sinne einer Fachschule, bzw. Universität. Dieser Schultyp war (und ist es heute immer noch) für Erwachsene gedacht, die in ihrer Freizeit noch etwas dazulernen wollten. Diese Schulform war und ist immer noch kostenpflichtig. Im Prinzip ging es darum, den Dozenten eine Aufwandtsentschädigung zu geben. Allerdings weiß ich nicht, ob es diesen Schultyp im Westen gibt. Zu DDR Zeiten wurde die VHS vor allem genutzt, um ein Abitur zu erlangen und um andere Sprachen zu erlernen.
13.01.12, 12:06:59

Jurek

(Senior Member)


Danke für die Auklärung.
13.01.12, 14:51:07

Landzusteller

(Administrator)

Abbildungen zum Thema Volkshochschule in der Fiskal Philatelie....->
05.02.12, 18:19:54

Jurek

(Senior Member)

geändert von: Jurek - 12.02.12, 19:52:26

LIEBE ZU DEN DETAILS

Ich staune immer wieder, wie die Gruppe um die Plattenfehler-Sucher da unermüdlich und akribisch auf der Suche nach jeden noch so winzigen Pünktchen (im Volksmund „Fliegenschiss“ genannt) ist.
Auch wenn ich nicht im allen das so ganz befürworte.., doch manchmal könnte man von diesen Sammlern was abschauen. Und zwar die Bereitschaft für die winzige Detailerkennung, die mancherlei auch Aussagen in Katalogen und Büchern wohl verändern würden, wie es mir scheint.
Es gibt etliche Beispiele, die zeigen, dass sich gewisse Ansichten ändern könnten, würde man den winzigsten Details im Bild der Briefmarken nachgehen…
Ich möchte hier nur als Beispiel zwei (von mehreren) Beispiele zeigen:

In dem Buch von Dr. Tichatzky „DDR-Briefmarken 1 bis 1000“, schreibt dieser auf der Seite 57, dass die Marke zum 500jährigen Bestehen der Universität Greifswald, im Okt.’56, ohne DV erschienen ist.
Mir ist sowas bis heute (immer noch) nicht bekannt geworden…
Aber er bringt dort auf der Seite auch das Bild dieser Ausgabe (hier Bild 1).
Davor hatte er was von Betrachten mit der Lupe geschrieben… zwinkern
Und noch davor gab es auch noch ein anderes Bild.
Ich möchte hier durch unverfälschte Bildzusammenstellung die Teile der zwei Bilder zusammenstellen.
Würde ich noch das richtige DV von dieser Ausgabe wählen (hier wurde nur von dem anderen Bild auf der betreffenden Seite dieser DV übernommen), dann würde das perfekt mit den Detailansichten unten passen.
Wenn man noch genau die Strichzahl der linken Markierung rechnet, dann passt das alles perfekt zusammen.
Nur bei der Ausgabe war quasi der DV zu weit unten ausgefallen und bei Trennen (schneiden) der Bögen, hat man oft mehr die Mitte der Zwischenränder gewählt, weshalb auch etliche der Bögen bekannt sind, wo der DV am OBEREN Rand des Bogens zu sehen ist, statt unten…

Ein anderes Beispiel:
In dem Buch vom Herrn D. Wolf „Briefmarken der DDR / mit Kreuzkammzähnung“, wird u. a. auf der Seite 53 (übrigens eine sonderbare Seiteneinteilung bei Einseitigbedruckten Seiten) geschrieben, dass bei der Ausgabe auf der Abbildung (hier Bild 2), es keinen erkennbaren Rand gibt, der nicht durchgezähnt zu erkennen ist, daher ist die Bestimmung dieser nicht möglich, da der Bogenrand bis zu den Zähnungslöchern abgeschnitten ist.
Wenn man aber darauf genau schaut, dann kann man sehr wohl genau sagen, auf welcher Seite die nicht Durchgezähnte Seite ist!
Es ist (zumind. für mich) deutlich erkennbar, dass auf dem Bild links, der Bogenrand „angestanzt“ ist, während unten ist der Abstand des letzten Lochs zum Bogenrad größer, als der Abstand zwischen den übrigen Löchern.
Und es sind unten standartmäßig die sieben Löcher vorhanden, wo man schon genau bestimmen könnte, welche der Seiten nicht ganz durchgezähnt war …

Wie auch immer. Ich möchte nur mit den wenigen Beispielen die Mitleser dazu anregen, dass man den Kleinsten Details unsere volle Aufmerksamkeit schenkt. So könnte man vielleicht damit auch die „Geschichten“ hinter dem Ganzen erkennen. …

Also viel Spaß bei der Entdeckungsreise mit der Lupe, - bei unserem schönen Hobby! freuen
Dateianhang (verkleinert):

 Bild 1.jpg (143.44 KByte | 3 mal heruntergeladen | 430.31 KByte Traffic)

Dateianhang (verkleinert):

 Bild 2.jpg (191.33 KByte | 1 mal heruntergeladen | 191.33 KByte Traffic)

12.02.12, 19:44:40
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