Über diese Serie

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19.02.08, 09:37:24

Jurek

Der Übersichtshalber unterteilt man diese „Pieck“-Dauerserien (Freimarken) auch nach ihren verschiedenen Ausgaben.
So sei hier zum allg. Info erwähnt, dass es 4 verschiedene Ausgaben und einige Sonderausgaben (die hier aber nicht in Betracht kommen = MiNr.443-444; 673; 784) gibt.
Es wäre gut diese Einteilung auch im Katalog (mit römischen Zahlen) zu kennzeichnen und ev. schon bei der ersten Ausgabe zu schreiben, wo die anderen zu finden sind, denn sie sind z.T. schön zerstreut.

1. Ausgabe = MiNr. 251-255;
2. Ausgabe = MiNr. 322-326;
3. Ausgabe = MiNr. 342-343;
4. Ausgabe = MiNr. 622-623.

Diese Ausgaben wurden in verschiedenen Druckverfahren gedruckt.
So ist schon die erste Ausgabe in drei Druckarten gedruckt: Bdr., Odr. und StTdr.
Besonders auch bei dieser Serie, gibt es sehr viele Farbaufteilungen (die 2DM Marke wird gar in 6! Verschiedene Farbtöne unterteilt – mehr, als irgendeine andere Merke – und davon alleine gibt es auch viele Zwischenfarbtöne…).
Die 12-Pfg-Briefmarke der ersten Ausgabe, die bereitet noch heute so manche Schwierigkeiten, sie zwischen „a“ und „b“ zu trennen, da die Farben regelrecht ineinander zu übergehen scheinen, so dass es mich nicht wundern würde, wenn mal in der Zukunft auch diese Farben einer Reform unterzogen werden… (gegenüber anderen nicht registrierten Farben, die viel einfacher zu trennen wären :rolleyes: )…

Auch die dritte Ausgabe der 1 DM Wertes mit ihren allein schon 4 Hauptgruppenunterteilungen bereitet manchen Sammlern oft M.o.W. große „Kopfschmerzen“…

Aber alles ist nicht so schwer, besonders wenn man es auch gutes geprüftes Vergleichsmaterial und etwas Erfahrung dazu hat! ;)
21.02.08, 20:47:58

MisterTJ

Hallo
Ich habe eine Frage zur Ausgabe W. Pieck Michelnummer 254, 2DM. Ich habe einige Exemplare dieser Marke - geprüft Weigelt BPP Farbe b. Jetzt habe ich mir doch mal einen Michelspezial gegönnt und habe gesehen, das es von der b-Farbe ja zwei Farben gibt- ba und bb. Da der Prüfer Weigelt auch nicht mehr im Katalog aufgeführt ist, gehe ich davon aus, das vor einigen Jahren diese Unterteilung (ba und bb)noch nicht gemacht wurde. Ist das richtig? Ich habe auch gelesen, das die Farben zur Zeit überarbeitet werden von der Arge. Betrifft das nur die Köpfe oder auch die Serie W.Pieck?
Vielen Dank für eure Hilfe!
22.02.08, 21:09:50

Hannibal

Hallo,
die Farbeinteilung bei der 254 ba und bb wurde erst vor einigen Jahren eingeführt. Erst nachdem Herr Weigelt als Prüfer nicht mehr tätig war. Eine Überarbeitung der Farbeinteilung bei 252, 253 und 254 ist nach meinem Kenntnisstand derzeitig nicht vorgesehen. Eine Frage dazu kann Ihnen sicherlich der Prüfer Herr Paul beantworten. Tel.-Nr. finden Sie im Michel-Spezial
23.02.08, 07:59:42

Jurek

Willkommen "Mister TJ"! :)
______________________

Bitte aber die Fragen und Antworten zu der Dauerserie unter der richtigen Rubrik „Fragen zur Dauerserie“ zu stellen.
Hier nur die vorhandenen Erkenntnisse dazu. ;)
D a n k e .
23.02.08, 09:12:23

Jurek

Die erwähnte 2DM-Marke des „Pieck I“, ist in ihrer Farbenaufteilung, geschweige die Palette der jeweiligen Farbtönungen dazwischen von hell bis dunkel (was oft Verwunderung mit sich bringt, warum die zu einer anderen Gruppe gehört als vermutet…) wirklich eine „Wucht“!
Wohl die größte Farbtonpalette weist zwar die DDR-MiNr.273, aber die ist nur in drei Farbgruppen unterteilt („d“ ist eher „Fiktion“ und wird auch nicht geprüft!).
Aber die DDR-MiNr.254 ist eine Ausgabe, die mit der meisten Farbaufteilungen aus dem Gesamtsammelgebiet der DDR (selbst sogar inkl. SBZ ab MiNr.182) vorkommt.

Was auf den ersten Blick auffällt, ist, dass die „a“ auf dünnen Papier gedruckt ist;
die „ba“ am bräunlichsten ist; - u.s.w., bis zur „cc“, die in ihrer rötlichen Tönung ungef. so grobkörnig erscheint wie die „ba“ mit ihrer bräunlichen Tönung.

Hier die Marken nach der Reihe „a“, „ba“, „bb“, „ca“, „cb“, „cc“.
Dateianhang (verkleinert):

 254.jpg (180.62 KByte | 43 mal heruntergeladen | 7.58 MByte Traffic)

12.03.09, 11:01:47

Jurek

Nun bin ich soweit!
Durch Anregung von Jogi habe ich endlich mein (nur das) „Pieck I“-Bestand (ohne Plattenunterschiede) auf Wz.1 x (=senkrechte) und y (=wagerechte) Papierlaufrichtung (alles entwertet) untersucht, mit folgendem Ergebnis:

Wz.1x
MiNr. 251 (12 [Pfg]): 60 Stück + 15 auf durchscheinendem sehr dünnem Papier;
MiNr. 252 (24 [Pfg]): 105 Stück + 21 auf durchscheinendem sehr dünnem Papier;
MiNr. 253 (1 DM): 155 Stück, und
MiNr. 254 (2 DM): 92 Stück.

Wz.1y
MiNr. 251 (12 [Pfg]): 65 Stück + 8 auf durchscheinendem sehr dünnem Papier;
MiNr. 252 (24 [Pfg]): 50 Stück + 14 auf durchscheinendem sehr dünnem Papier;
MiNr. 253 (1 DM): 45 Stück, und
MiNr. 254 (2 DM): 30 Stück.

Vielleicht ist das bei dieser Menge nicht so entscheidend, aber auf alle Fälle fällt es auf, dass die Marken mit der angebrachten wagerechten Struktur etwas seltener sind, und auch diese, die auf ganz dünnem Papier gedruckten, sind verhältnismäßig auch seltener anzutreffen.
03.06.09, 20:11:25

Jurek

Bei dieser Serie unterscheide ich folgende bes. Wasserzeichentypen (nur für interne, spezialisierte Verwendung):
Wz.1x = „x“ steht für senkrechte Struktur des Papiers;
Wz.1y = „y“ steht für wagerechte Struktur des Papiers;
Bei Wz. 2 und 3 X oder Y:
Wz.2Xw = „w“ steht für normalstehendes Wasserzeichen (als spezialisierte Angabe);
Wz.2Xz / Wz.3Xz = „z“ für 180° bzw. 90° stehendes Wasserzeichen.

Gut wäre, wenn wir uns dazu (oder besseren Vorschlag) einigen könnten, um einheitlich dasselbe zu meinen... :o :cool: ;)
03.06.09, 20:15:40

Jurek

geändert von: Jurek - 03.06.09, 20:16:42

Und noch etwas zu diesen Serien:

Zu der wohl an dritter Stelle (nach 5-Jahr-Plan und Köpfe-Ausgaben) zu nennende große und bedeutende Freimarkenausgabe der alten DDR Jahre, gehören die versch. Ausgaben, mit dem früheren Präsidenten der DDR, W. Pieck.

Um seine Person drehen sich viele bedeutende und wenige bedeutende (Aus)Sagen, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte, da man auch einiges dazu auch in Wikipedia nachlesen kann.

Eine kleine Erwähnung um Pieck, war das, wie man mit dem Politiker umgegangen ist.
Hier (Bild 1) der Politiker Wilhelm Pieck mit dem Genossen Otto Grotewohl (rechts unten Walter Ulbricht), die 1946 die Vereinigung zwischen KPD und SPD zur SED besiegeln.
In dem Band „120 Jahre Arbeiterbewegung“ von 1964 tauchen jedoch einige Genossen nicht mehr auf (darunter auch der ehemalige 2. Vorsitzende der KPD, Kurt Müller), die man einfach wegretuschiert hat. (Ausschnitt im Bild 2, vor und danach). Was auch der wahre Grund dazu sein mag…, Vieles wurde durchorganisiert und oft peinlich genau geplant – darunter auch diese Ausgaben mit W. Pieck (bes. zu nennen die Geschichte um die schwarze „Trauermarke“, etc.)…

Etwas hervorheben möchte ich auch die Planung dieser Serie(n).
Abgesehen von oft Überschätzten Auflagen (nicht zuletzt mit dem 5 DM Ausgaben) etc., tauchten unlängst auch einige Probedrucke dieser Ausgaben aus dem sog. „Tagebuch“ von Dr. R. Lang. Darunter einige der unten abgebildeten (Bild 3) Ausgaben. – Hier nur eine kleinere Auswahl davon.
U.a. Ende des Monats (am 25.-27. Juni 2009) findet bei dem Auktionshaus Felzmann eine Briefmarkenauktion statt, wo auch die aus dem DBZ bekannte (auch aus dem ersten Beitrag unseres Bd. 2 „Was nicht im Katalog steht“) 3 Mark Pieck Marke versteigert wird…
Viele weitere interessante Hintergründe sind da noch zu entdecken!
______________________
Interessante Links =[veröffentlich in „philatelie“:
http://www.felzmann.de/web/media_get.php?mediaid=445&fileid=1267&sprachid=1
http://www.felzmann.de/web/media_get.php?mediaid=446&fileid=1270&sprachid=1
http://www.felzmann.de/web/media_get.php?mediaid=465&fileid=1327&sprachid=1
Und hier das „Tagebuch“ zum selber durchblättern: http://www.felzmann.de/pageflip/Das_Tagebuch_Rudolf_Lang.html =(einmalige Entdeckung!).
Dateianhang (verkleinert):

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Dateianhang (verkleinert):

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13.04.10, 22:45:31

hk94

Guten Abend,
bei ebay hat mich eine 622 angelacht (da war es gerade 1.April) und der Händler hat mir auch die Verwendung des Bildes erlaubt, nur so ganz hat die Kopiererei nicht funktioniert. Hoffentlich geht es so auch:
http://cgi.ebay.de/DDR-MiNr-622-a-Eckrand-postfrisch-geprueft-Y-335_W0QQitemZ220458584782QQcmdZViewItemQQptZBriefmarke?hash=item33545b0ace
Aus meiner Sicht ist das Prüfzeichen echt und damit wirft so eine Marke die Frage auf warum wir uns von z.Z. mit dieser Serie so quälen.
Viele Grüße
14.04.10, 08:17:04

Jurek

Dieses Prüfzeichen garantiert zur Zeit der Prüfung u.a. den Zustand der Marke = ob z.B. nachgummiert oder sehr sauber entfalzt wurde, oder nicht = was nicht von jedem Sammler erkannt wird.
Warum auch soll das Prüfzeichen nicht echt sein? Ich sehe da keinen Anlass hierbei, dass so was gefälscht wird, da die Farben bei dieser Ausgabe sind an sich (mit Vergleichsmaterial) deutlich unterscheidbar, genauso wie die Wz. selber.
Aber das ist etwas älteres Prüfzeichen, denn der Herr Paul tut aus mir unerklärlichen Gründen seinen Namenstempel seit einiger Zeit andersherum stempeln… (auch wenn die Vorgaben für Prüfer im BPP eindeutig wären).

Dass sich wer mit DIESER Serie =(gemeint 622+623 oder überhaupt Pieck-Serie?) „quält“, wäre mir neu.
Warum aber allgemein die Pieck-Serien ZUM TEIL gewisse Schwierigkeiten bergen, liegt es daran, dass sich die Prüfer über bestimmte Auswertungen der Spektralphotometrischen Ausmessungen nicht einigen können! = Darüber hat Herr Paul in einer der letzten „Club-Journal“-Hefte (auch im Internet hatte ich mal wo gesehen) ausführlich Stellung genommen, und zwar wegen der DDR-MiNr. 251.
Darüber hinaus geht es auch um Forschungen zu dieser Serie in Verbindung des Aufkommens zur jew. Platten, ob man durch die (zumind.) zwei leicht voneinander unterscheidbare Druckplatten, auch die Farben selber leichter bestimmen kann, da für den Laien sind die Farben der ersten Pieck-Ausgabe in Grenzbereichen nicht immer leicht unterscheidbar.

Ich frage mich sowieso, ob die 251 nicht doch zwei (statt einer) Farben hat, die man zumindest mit Augen schon unterscheiden könnte und früher auch derart geprüft wurde? (Denn die Prüfer prüfen dann auch nicht mit den Spaktrahlphotometer)… Da kenne ich viel schwierigere andere Beispiele. Selbst auch mit dem „Streitpunkt“ bezüglich 252c, die einer der Prüfer reinbrachte, ohne (ausreichende) Rücksprache mit seinen Kollegen…

Also es gibt so einiges, wo durchaus gewisse Probleme mit der Pieck-DS gibt (um das so hier zu pauschalieren), aber was diese 622 hiermit zutun hätte?

Liebe Grüße aus Austria! ;)
 
 
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