Poststempel auf ZKD-Marke

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29.11.07, 15:02:25

leichti

Wer kann mir helfen, den abgebildeten Poststempel zu vervollständigen?
Es könnte sich um einen Stempel aus Crimmitschau oder einem anderen Ort aus dem Kreis Werdau handeln.
Dateianhang (verkleinert):

 Stempel 13-1520.jpg (40.55 KByte | 8 mal heruntergeladen | 324.37 KByte Traffic)

29.11.07, 20:25:09

Jurek

Aus CRIMMITSCHAU ist meine bescheidene Sammlung da leider nicht ausreichend, da ich nur Zweikreisstegstempel von dem Ort habe… Dann WERDAU u. Bez. Karl-Marx-Stadt... (?)
Und außer dem, dann dem Datum und „a“ kann man da leider zu wenig was erkennen… Nicht einmal irgendeinen Buchstaben, die auf irgendein Ort sich beziehen könnte…
Wer könnte das schon bei der Vieeelzahl wirklich mit Sicherheit sagen? :o
Ich habe sogar Zweifel, ob gar ein Prüfer diesen Stempel mit Sicherheit identifizieren könnte (zumal auch die Prüfer nicht ALLE Stempel verfügen)… Denn auch bei täuschenden Ähnlichkeiten (so bei meiner Arbeit mit Stempel), kann man sich dabei leicht irren…
Darüber hinaus bräuchte man bei der extremen Vielzahl zumindest von jedem verfügbaren Stempel digitale Bilder, und ein Programm, der diesen Stempel aus der Stempelform-Datenbank, das richtige zuordnen könnte.

Was ich selber suchen würde, wäre noch das Info oder Datenbank, wo man die ganzen Orte digital aufgelistet hat, damit man auch gewisse Teile des Ortes besser auffinden könnte.
Weiß wer vielleicht derart Datenbank im Internet oder hätte ev. wer solche Orte digital zu veräußern?
29.11.07, 22:01:28

Lumpus2000

Hallo Jurek,

die Stempeldatenbank ist relativ neu und es gibt noch nicht allzuviele Einträge aber es werden noch "fleißige Einsteller" gesucht ;)
http://stampsx.com/ratgeber/stempel-datenbank.php

Viele Grüße

Swen
29.11.07, 23:30:00

wulbri99

Hallo lumpus2000,
ich habe mir diese "Stempeldatenbank" auch angesehen, es ist ja gut gemeint, nur warum die ganze Welt????
Warum nicht erst einmal auf Deutschland mit Randgebieten beschränken.

Wenn ich mir so überlege, es reicht ja nicht einen Stempel einmal einzustellen, der hat ja eine gewisse Laufzeit über etliche Jahre, verändert sich da durch Abnutzung. Wird dann im Tresor gelagert, in der Zwischenzeit sind ja auch neue Stempel in Gebrauch. Wird aber für eine kurze Zeit nach etwa 10 Jahren wieder verwendet, was dann?? Kann ich auf Bedarfspost belegen! Wo will der Prüfer sagen echt, nicht echt? Und erst der Sammler? Jedenfalls teilweise Praxis in der DDR.
Jurek hat ja eine gute Stempelsammlung, der wird es bestätigen können, denke ich.
01.12.07, 14:58:58

Lumpus2000

Zitat:
...es ist ja gut gemeint, nur warum die ganze Welt????

Wo soll man anfangen und wo aufhören ? :p

Zitat:
Wenn ich mir so überlege, es reicht ja nicht einen Stempel einmal einzustellen, der hat ja eine gewisse Laufzeit über etliche Jahre, verändert sich da durch Abnutzung....


Und genau darum kann man auch das Stempeldatum mit eingeben/angeben. Durch das zeigen ein und des selben Stempels mit mehreren Abbildungen über die Jahre, kann man anhand der Scans die Abnutzungen ggf auch als Laie erkennen.

Im BDPh-Forum wurde ua ein Hamburg-Stempel gezeigt, an dem man sehr schön die immer weiter fortschreitende Abnutzung (ich glaube im Bereich des Mittelsteges) sehen konnte. Durch das zeigen der Stempel können ggf auch Anfänger einen Stempel als "falsch" (nachträglich verwendet) enttarnen, wenn diese Abnutzung nicht gegeben ist, bzw eine vortschreitende Abnutzung mit "frühverwendeter" Jahreszahl erscheint.

Natürlich ist diese Datenbank "nur" eine Hilfestellung und kein Garant dafür das jeder ab sofort Fälschungen selbst erkennen kann ;)

Es geht auch gar nicht darum, das jetzt sofort sich jeder hinsetzt und seine gesammte Sammlung einscannt ... nach und nach, immer mal wenn man "Lust" hat oder wenn man gerade sowieso von einer Marke einen Scan macht, einfach einen Scan "zur Seite packen" und bei Zeit und Lust in die Stempeldatenbank einfügen.(das dauert nur "Sekunden")

... "mühsam ernährt sich das Eichhörnchen"
Und irgendwann ist dann der Bau voller Nüsse ... die Datenbank voller Stempel :D

PS: Ich kenne im www kein ähnlich geartetes Projekt, das für jeden frei und unverbindlich zugänglich ist. Wenn doch: Bitte Link hier posten ;)
03.12.07, 11:40:36

leichti

Noch eine Bemerkung zu dem von mir oben abgebildeten Stempelfragment.
Jurek räumt einer Auffindung des kompletten Stempels kaum Chancen ein, wegen der Fülle der infrage kommenden Orte bzw. Stempel.
Ich teile die Ansicht nicht ganz, denn die Anzahl der Stempel wird schon durch den "Aufdruck" 1520, der sich auf der Marke befindet, gewaltig eingeschränkt, da er bedeutet, dass die Marke nur im Kreis Werdau verwendet werden durfte und dort also auch gestempelt wurde.
Da es sich um einen Zweikreisstegstempel handelt und der/die Kennbuchstabe(n)sich außermittig im unteren Rund befinden wird die in Betracht kommende Stempelzahl weiter eingegrenzt.
Außerdem glaube ich oben rechts Teile des Buchstabens "A" zu erkennen, sodass ich zu der Vermutung kam, dass es sich um einen Stempel aus Crimmitschau handeln könnte.
04.12.07, 06:51:02

Jurek

geändert von: Jurek - 04.12.07, 06:53:44

„KÖNNTE“ ist das m.E. der richtige Ausdruck.
Auch wenn es manches Mal gute Indizien zur Stempelbestimmung geben mag, wird der Prüfer (wenn er es nicht wirklich sich völlig sicher ist… = dazu gehören verschiedene Faktoren) derart Stempel u.U. als unprüfbar belassen. Ist klar. Nur wie er das entscheiden würde/wird, müsste man ihn das vorbringen und fragen (z.B. bei ArGe-Treffen?), denn leider hier schreiben keine Leute mit, die wirklich Ahnung davon haben, was ich zwar schade finde, auch wenn man die Hoffnung nicht aufgeben soll.
Ich denke (natürlich unkompetenterweise!), dass das Fragmente sind, die nicht mit Sicherheit besagen können (dazu habe ich auch an einer anderen Stelle ein ganz anders (hier zwar nicht ganz aber vielleicht etwas passend) Beispiel mit Abbildung gebracht, mit einem anderen Stempel als die übrigen…, wo neben üblichen Stempeln die schwach ausgefallen sind, wurde ein anderer (Ankunft)Stempel angebracht (als Nachentwertung?), der dazu eigentlich nicht passt/gehört – und was dann? =(nur rein hypothetisch wegen „nicht darf“ und so). Noch dazu auf solcher Fläche …

Ich bin da nicht der richtiger Mann dazu um aus derart Fragmenten (trotz Indizien) sich eine konkretere Meinung zu erlauben, um welchen Stempel sich dabei genau handelt. Ich habe nur zurück geschrieben und mein Senf dazu gemeint, weil scheinbar es sonst niemanden hier gibt um auf derart professionelle Fragen wirklich fachlich einzugehen ……
Ich bin weder Prüfer noch habe ich derer Erkenntnisse zu den Stempeln, derer Formen, Orte- u. Anwendungsräume (parallel.., bis..) etc., noch (ausreichendes) Material, und die ZKDs sind sowieso nicht mein Fach… Aber wie erwähnt, vielleicht bei ArGe-Treffen (?) würden Sie mehr Glück haben als (noch?) in diesem Forum… :rolleyes: (?)

Ich habe nur meine doch unkompetente Bedenken dazu abgegeben, ob man nur mit Wahrscheinlichkeit oder Gewissheit aus diesem Stempelteil bestimmen könnte, um welchen Stempel sich genau hierbei handelt. Und dazu braucht man m.E. (wenn man wie ich zu wenig Erfahrung hat) schon viel Arbeit diese eingrenzende Gebiete abzusuchen, und eine bessere Stempeldatenbank als meine, denn von dem von Ihnen vorgegebenen Ort habe ich keinen derartigen Stempel (wobei die Prüfer auch nicht ALLE Stempel haben können – aber schon „etwas“ mehr als ich und vor allem Wissen und Erfahrung.
Sorry, wenn ich Ihnen da nicht helfen kann.

Gruß!
29.01.08, 17:51:15

leichti

Zur Klarheit:
Die obige Marke mit dem Teilstempel habe ich bereits im Sommer vorigen Jahres dem Prüfer Siegfried Paul vorgelegt. Er ist wie ich der Meinung, dass es sich höchstwahrscheinlich um einen Stempel aus Crimmitschau handelt. Leider hat er keinen ZKD-Beleg mit dem Stempel in seinem Vergleichsmaterial, so dass er die Marke z. Zt. nicht signieren kann.
Auch der Prüfer Jörg Schönherr hat nach telefonischer Auskunft keinen derartigen Beleg.
Deshalb mein Versuch über das Forum jemand zu finden, der weiterhelfen kann.
Vielleicht findet sich doch noch jemand!!??
29.01.08, 20:13:19

Jurek

geändert von: Jurek - 29.01.08, 20:14:01

WARUM ist das so sehr wichtig, ausgerechnet diesen Stempel darauf genau zu identifizieren, wenn schon sogar die Prüfer das nicht können?
Es ist m.E. immer recht schwierig solche, nicht besonders viel aussagende Stempelfragmente 100% genau zu identifizieren/bestimmen, wobei auch Prüfer kann nicht ALLE Stempel haben und genau damit diesen einordnen und alle anderen ausschließen …
Ob Jemand rein aus diesem Scann aus der ferne diesen Stempel sicher bestimmen könnte?

Nebenbei: Ich habe schon Belege gesehen, wo sogar unpassend Marken darauf klebten oder auch mit Ankunftspostamtlichen Stempel nachentwertet wurden (statt mit eigenen dazu vorgesehenem Stempel), durch Übersendung an eine andere Adresse u.ä.
Wer kann da 100% ohne dazugehörigen Beleg aus diesem kleinen „Schnipsel“ das bestimmen?
Vielleicht sollte man damit leben, dass nicht alles prüfbar ist?

Bedauerlicherweise ist meine Stempeldatenbank aus Crimmitschau nur mit Zweikreisstegstempeln bestückt.

Wie auch immer, ich würde mich nach wie vor auch freuen, wenn sich hier wer zum Wort meldet, der sich darin sehr gut auskennt und entsprechendes Vergleichsmaterial präsentieren kann…
22.11.08, 16:16:13

Jurek

Nicht selten findet man auf einem Beleg oder gar Briefmarke zwei unterschiedliche Stempel.
In diesem nachstehendem Beispiel hat eine Briefmarke sogar drei verschiedene Stempel!
Ich meine: Man kann meistens aber nicht immer (wenn man 100% sicher sein will) aus einer Abstemplung auf einzelner Briefmarke schlussfolgern, wo das abgesendet wurde …
Dateianhang (verkleinert):

 Drei versch. Stempel auf einer Marke.jpg (195.01 KByte | 1 mal heruntergeladen | 195.01 KByte Traffic)

 
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