MiNr.273d

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03.03.12, 11:41:29

Jurek

Ich möchte hier eine Frage in die Runde aufwerfen: Warum eigentlich wird diese Farbe „d“ nicht geprüft, auch wenn es diese nachweisbar gab und sie zu unterscheiden ist und ebenso diese auch im MICHEL-Spezial angeführt wird?

Auch wenn diese Farbe im UNIVERSAL-Katalog nicht gelistet ist (?), so hatte sie einst der DDR Altprüfer Rehfeld als solche nach MICHEL attestiert! …

Schönes WE!
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03.03.12, 17:40:19

wulbri99

Hallo Jurek,

möglich ist nach Erscheinen des MI-DSK im April eine erneute Prüfung. Die Prüfer haben sich zu Farbprüfungen verständigt. Ob die 273 dazu gehört, weiß ich nicht. Einfach die Prüfer mal fragen.
04.03.12, 11:02:19

Jurek

Guten Tag!

Also es wird wohl alles davon abhängen, was im MICHEL-Deutschland-Spezialkatalog, Bd.2 (ab nächsten Monat) überhaupt drinnen stehen wird, zumal (wie ich informiert bin) geprüft wird nur das, was im MICHEL steht.

Abgesehen davon, dass sich die zwei Prüfer z.B. über MiNr.251 a+b nicht einigen können (in meiner privaten Farbfoschung erkenne ich da gar 3 Farben!), wäre auch interessant, warum all die Jahre davor das nicht geprüft wurde? … Und warum das auch nicht mal im UNIVERSAL-Katalog drinnen steht, auch wenn Hr. Rehfeld das doch geprüft hat?

Bei jeder Frage sich also gleich an BPP-Prüfer wenden? Und ich hätte so einige! ;)
Zwei, drei „einfache“ Fragen (per E-Mails) wollte mir Hr. Dr. Tichatzky zum 5-J-P auch nicht beantworten, als ich vergangenes Jahr ihn damit konfrontierte. …

Ob VPP „andere“ Richtlinien für Farbprüfung findet? …

Schönen Sonntag! :)
07.03.12, 10:06:07

hk94

Zu der 273 gab es nach erfolgter Farbausmessung eine umfangreiche Abhandlung in der Philatelie oder im DBZ (ist schon gut 10Jahre her) wonach die d-Farbe nicht abzutrennen wäre.
Die Farbe sofort rauszustreichen, hätte vermulich versicherungstechnische Konsequenzen. Wenn jemand mit einem Prüfergebnis innerhalb von 5 Jahren kommt und wegen offensichtlicher Mängel des Foto-Attests sein Geld zurückmöchte oder gar klagt, gibt es Ärger. Solchen Ärger kann man mit einer späterer Löschung aus dem Katalog vermeiden.
Viele Grüße
07.03.12, 17:29:54

Jurek

Danke für den Hinweis. :)

Die Antwort auf die Frage die mich noch interessiert: Ob euch etwas bekannt ist, dass ein BPP jemals (nicht nur in den vergangenen 5 Jahren) diese Briefmarke als „d“ geprüft hat?
Es muss doch auch einen Grund haben, warum diese Farbe im UNIVERSAL-Katalog der DDR nicht auftaucht!? … Aber dennoch Herr Rehfeld hatte sich „angemaßt“(?) diese dann nach MICHEL zu prüfen.

Ich hatte mal schon vor vielleicht 2 oder mehr Jahren im Büro vom Hr. Paul BPP mit ihm persönlich darüber diskutiert. Er meinte dazu nur, dass das irgendwer mal damals in den Katalog aufgenommen hat, ohne das mit allen Prüfern abzusprechen. Und so geistert das jetzt vor sich hin.
Ich hatte dazu auch die Farbreihen vom Herrn Paul gesehen, aber „d“-Farbe hatte er nicht dabei.

Der Anbieter dieses Vererblochs schrieb mir (wegen meiner Empfehlung), dass er mit dem Herrn BPP Schönherr darüber gesprochen hätte und der soll gemeint haben, dass für ihn gibt es keine 273d. Im Gegenteil! Er will sich im Mai auf dem Prüfertag dafür Starkmachen, dass es nur noch a+b Farbe gibt. Die Farbe c sei in der a (Töne) bereits enthalten. …
Soweit die Auskunft über einen Dritten dazu.

Wie auch immer, aber wirklich einen Durchblick habe ich bei der Geschichte immer noch nicht, auch wenn angeblich (wie mit so manchen anderen strittigen Farben…) diese Farbe scheinbar wie zu unterscheiden sei – laut MICHEL unter UV-Licht… (?)
Viel zu wenig Hintergrundwissen habe ich leider dazu.

Und bei dieser Ausgabe gibt es auch sehr scharfe Farb(ton?)trennlinien. Darin könnte auch unterschiedliche Prüfung ausfallen, auch wenn Hr. Paul in solchem Fall dazu tendiert, das eher der billigen Farbe zuzurechnen.
Hr. Paul meinte auch mir gegenüber, dass er auch die Ausmessungen aller der 3 Farben hätte…

Über den Preis für den Erwerb obigen Viererblocks, konnte ich mich mit dem Verkäufer aber nicht einigen, da er meiner Meinung nach dafür zuviel erwartete (auch wenn nur einen sehr geringen Bruchteil von dem, was er dafür einst vor 15 Jahren ausgegeben hatte [bei Fa. Kruschel DM 8000,00!])…
Und dieses ATTEST vom Hr. Rehfeld, dieser ist in dem Zusammenhang m. E. auch nur ein eher unbedeutender Hinweiszettel, aber ein Nichts, um dem wirklich viel Wert zu verleihen …

Beste Sammlergrüße!
26.03.12, 23:14:31

Reintjedevos

Jurek,

warum kann es nicht mit eine grundsätzliche Auseinandersetzung beginnen???






Universal kobalt = Michel dunkelviolettultramarin? ;
blau (Töne) = (dunkel) blau (Töne)? ;
hellblau = mittel - bis lebhaftblau?

Zuviel Farben-omellete????

Aber noch wichtiger ist es dass Mi 273d und Mi 273b auf zwei Tage hintereinander gedruckt worden sind auf (?) die Debria mit eine Maschine der DWD. Eine andere dann welche in Leipzig??? Soll das heissen dass eine andere Farbe benutzt worden ist auf den zweiten Tag der Ausstellung???? Wozu eine andere Farbe???? Speziel für Sammler??? Und damals haben die Sammler nichts bemerkt???? Nichts beschrieben???? Niemand hat auf den ersten Tag diese Marke gekauft???

Gruss, Rein
04.02.14, 18:43:18

werder

:confused:
Schönen guten Abend allerseits, ich bin der Neue
Nochmals zu Farben der 273:


Reintjedevos wirft in seinem Beitrag vom 07.03.12 u.a. die beiden nachfolgenden Fragen auf:
Und damals haben die Sammler nichts bemerkt???? Nichts beschrieben????

Bemerkt haben es die Sammler indem sie demonstrativ unterschiedliche Farben verklebt haben nur beschrieben haben sie es nicht. Hier zwei Beispiele:
1. Auslandsbrief nach Lichtenstein an die fürstl. Verkaufsstelle für Postwertzeichen mit 2 unterschiedlichen Farbtönen 273 a, gepr. PAUL
2.Brief von Leipzig (Joh. Kurt Kleeberg, ?? ich vermute Briefmarkenhändler ??, habe mehrere Briefe von ihm schon gehabt) mit 273 c und 273 b, gem. Befund von PAUL vom 07.03.2013.
Bin auf eure Meinung gespannt.
Beste Grüße
werder
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04.02.14, 19:32:28

Jurek

geändert von: Jurek - 04.02.14, 19:32:57

Guten Abend,

das sonderbare (für mich) ist das, dass diese „d“ Farbe, als eine vierte Farbvariante, sowohl im Lipsia als auch Universal die ganze Zeit (Jahrzähnte! Bis zum Schluss!) „unbekannt“ war und geblieben ist.
Ausgerechnet der DDR Prüfer Rehfeld hatte nach dem „Imperialistischen“ (bzw. kapitalistischen) West-Katalog die DDR Briefmarke bestimmt.
Welche Gültigkeit hatte das dann wohl damals in der DDR!?
Wenn jemand damals besonders in der DDR diese „d“-Farbe hätte aufnehmen sollen, dann der Universalkatalog, also der DDR-Spezialkatalog! Aber die ganzen Jahrzähnte hindurch nix da!

Dass sie damaligen „Osis“ die verschiedene Töningen der Nr. 32 erkannt hatten und so wie hier im Vorbeitrag gezeigt wurde auch als Frankatur verklebten, das ist schon so klar. Aber was ist mit der Farbe „grauultramarin“?
In DDR war sie wohl auch nie offiziell geführt! Jetzt wird die nach wie vor auch von keinem Prüfer geprüft.
Wann wurde die einst von „Wesis“-Prüfern geprüft?
Den Gerüchten zu folge möchte Hr. Schönherr sich dafür einsetzen, dass da noch eine der „Farben“ aus der Reihe der MiNr. 273 gestrichen wird…

Für mich ist das ein noch nicht ganz ergründetes Mysterium.
Ich habe in meinem Bestand vielleicht (dem Anschein nach) auch eine solche Marke, die unter UV so ähnlich reagiert, aber ich habe dazu kein passendes geprüftes Gegenstück um eine Gewissheit darüber zu bekommen.
Mir kommt vor, dass diese „d“ heute einfach mit den hellen gemischt sind und diese so breite Palette (die breiteste von allen DDR Briefmarken überhaupt), einfach wo gelagert ist zwischen „a“ und „c“. Und wenn die als solche vielfach geprüft auftaucht, dann wäre es ein Chaos, jetzt eine „d“ einzuführen. Dann tut man einfach das so belassen und die „d“ am besten „vergessen“… =(?)

m.f.G.
Jurek
 
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